Der Marburger Konvent studentischer Korporationen (MK)

Der MK wurde am 06. November 1971 in Marburg gegründet. Der Sitz des Verbandes befindet sich am jeweiligen Ort des präsidierenden Bundes. Der MK zählt derzeit 6 aktive Verbindungen mit zusammen 184 Aktiven und 1419 Alten Herren. Der Verband ist farbentragend und fakultativ schlagend. Die jährliche Verbandstagung findet in Hannoversch-Münden statt. Dieses ist jedoch nicht festgeschrieben, sondern wird jeweils erneut beschlossen. Weiterhin wird ein Wintertreffen bei der präsidierenden Verbindung duchgeführt.

Anlaß der Gründung

Gegen Ende der 60er Jahre entstanden im Coburger Convent der Landsmannschaften und Turnerschaften (CC) immer stärkere Bestrebungen, aus Erfahrungen mit der veränderten gesellschaftlichen Umwelt neue Formen für ein zeitgemäßes und zukunftsfähiges Verbindungsleben zu entwickeln. Die Mehrheit im CC wollte jedoch keinen Spielraum für solche Veränderungen gewähren - in den Mittelpunkt der Meinungsverschiedenheiten rückte hierbei die vom Verband vorgeschriebene Bestimmungsmensur. So sahen sich jene 9 Turnerschaften, die ihre Reformvorstellungen verwirklichen wollten, zum Austritt genötigt und gründeten den MK.

Ziele des MK

Der MK versteht sich als Zusammenschluß studentischer Verbindungen, der Möglichkeiten schafft, durch gegenseitigen freundschaftlichen Kontakt und umfangreichen Informationsaustausch ein zeitgerechtes Selbstverständnis zu erwerben und zu erhalten. Darüber hinaus soll der Verband gemeinsame Belange seiner Mitgliedsbünde verfolgen und sich auch zusammen mit anderen Verbänden für ein erneuertes Verbindungsleben in einer sich wandelenden Gesellschaft einsetzen.

Aktivitäten des MK

Als gemeinsames Bekenntnis wurden die folgenden Prinzipien für die innere Struktur der einzelnen Bünde verbindlich festgelegt:

  • Lebensverbindung zum eigenen Bund
  • Demokratische Ordnung des Bundeslebens
  • Förderung der Haltung und Einsatzbereitschaft der Einzelmitglieder im Bund, in der Hochschule, im Beruf und in der Gesellschaft.
  • Bejahung der verfassungsmäßigen Grundrechte, sowie des demokratischen und sozialen Rechtsstaates
  • Führung von Verbindungsfarben als Ausdruck der inneren und Äußeren Zusammengehörigkeit
  • Pflege von Leibesübungen

In welchen Formen diese Grundsätze konkretisiert und welche Aktivitäten darüberhinaus entfaltet werden, bleibt der eigenverantwortlichen Gestaltung der einzelnen Verbindungen überlassen. Der Verband wird hierbei allenfalls als Forum für den Austausch von Anregungen wirksam, nicht aber als Institution, welche die Bünde durch Einflußnahme bevormunden oder durch Verpflichtungen belasten würde. Ebenso kennt der MK keine Festlegung auf eine einheitliche politische Zielsetzung oder eine weltanschaulich-religiöse Aussage.